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track der woche – jimi hendrix (hey joe)

5. Juni 2016 at 22:11

Letztes Jimi Hendrix Konzert vor dessen Tod

Musikhistorisch etwas gelernt. Anfang September 1970 hatte Jimi Hendrix auf Fehmarn seinen letzten Liveauftritt. Einige Tage nach dem Festival verstarb der gute Mann in London. An diese ereignisreichen Tage erinnert heute noch ein Gedenkstein. Warum ich das weiss? Weil ich am Wochenende auf der Insel war und ihn besichtigen durfte:

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Daher ist unser Track der Woche eine klare Sache:

Wer mehr zu diesem Wochenende 1970 wissen will, dem sei dieser Link ans Herz gelegt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Love-and-Peace-Festival

track der Woche – thatmanmonkz

27. Mai 2016 at 22:39
Another Night Under the Glitterball

 

Jaja, Fusion aus House und Jazz mit classic funk versetzt. Gähn. Ist meist auch belanglos, aber wenn man solche Perlen findet, dann ist das Gähnen vorbei.

Stramme Bassline, ordentlich funky und damit ein perfekter Warmup Track für eine lange Nacht. Disco für die Disko!

Mehr zu dem guten Mann aus Sheffield gibts hier:

clark – clark

26. Mai 2016 at 22:14

herbstmusik im sommer

Schon wieder ein neues Album von Chris Clark – Engländer, Warp Aushängeschild und Wahlberliner. Trailer„the last panthers“ heißt sein mittlerweile sechstes Album und hat mich dazu gebracht, mal wieder den selbstbetitelten Vorgänger zu hören.

Rauschender Ambient, pumpender Detroit Techno und Electronica mit leichten Drone-Music Einflüssen sind wohl die Eckpunkte eines Albums, das einen fordert und mich ratlos zurücklässt.

„unfurla“ und „sodium trimmers“ gehören auf die dunklen und schmutzigen Tanzflächen in obskuren Clubs. Bedrohliche Gewittersample untermalt mit treibenden Basslines lassen einen Raum und Zeit vergessen.

Im Gegenzug dazu verschreiben sich Tracks „there is a distance in you“, „silvered iris“ oder „the grit in the pearl“ einem rohen und kompromisslosen Sound, der seine Schönheit im Dysfunktionalen, Unfertigen und Verstörenden findet. Breakbeats und Dubstep Elemente, die immer wieder durch einen geraden 4/4 Beat aufgelöst werden machen einen Großteil des Albums aus. Das klingt selten sonderlich hoffungsvoll, aber immer wieder überraschend, weil Clarl es schafft, seinen Tracks immer wieder eine überraschende Wendung zu geben.

Nicht alles klingt düster und bedrohlich, „strength through fragility“ hat etwas Zartes und entwickelt über nur ca. zwei Minuten Spielzeit einen eigenen positiven Sog. Und „everlane“ ist ein erhabenes Stück Ambientmusik, von der meiner Meinung nach viel zu wenig veröffentlicht wird.

 

Und wann gilt es nun dieses Album zu hören? Schwer zu sagen, leichte Kost ist es nicht. Vielleicht wenn man an einem Sommertag von einem Gewitter überrascht wird und danach der Himmel wieder aufreißt. Oder auf einer langen Zugfahrt, wenn einem leicht verdauliche Musik irgendwann zuwider ist. Ich bin etwas ratlos. Aber das ist mein Problem, nicht das von Clark. Er hat ein gutes Album geschaffen, wann und wie es gehört wird, muss der Hörer beantworten.

Ich höre meinen Favoriten des Albums. Laut.

various – dj koze presents pampa

19. Mai 2016 at 20:40

von der schönheit der dissonanz

Wer eine Menge Tonträger sein eigen nennen darf, der steht ab einem gewissen Zeitpunkt vor der Fragestellung der Sortierung. Nach Label, Künstler, alphabetisch, Lebensphase oder wie in eurem Lieblingsblog der guten Laune – nach Gefühlszuständen.

Ich habe mich für grobe Stilrichtungen entschieden und eine stetig wachsende Abteilung im Plattenregal heißt „Listening Techno“. Dort findet sich illustre Künstler wie bspw. Christian Löffler, Ada, fast alles von Dial Records und natürlich einer unserer Lieblingsmusikanten – DJ Koze . Letzterer bereits mit zwei Veröffentlichungen. Zum Einen sein Konsensalbum von 2013, Amygdala und seit neuestem die erste Werkschau seines Labels Pampa. Wir erinnern und an das Jahr 2009. In diesem Jahr hatte die Kapelle „Die Vögel“ mit der ersten Veröffentlichung namens Blaue Moschee auf erwähntem Label direkt einen Senkrechtstarterhit. Jetzt ist Zeit für eine erste Werkschau und da wird natürlich keine alte Suppe nochmal warmgemacht, sondern ausschließlich neu Produziertes dem geneigten Hörer ans Herz gelegt. Und dies von sehr crediblen Künstlern, die sich mutmaßlich nicht lange haben bitten lassen.

Eines verbindet fast alle Tracks – eine unterschiedlich ausgeprägte Neigung zur Dissonanz. Wirklich gefällig ist hier nichts und für die Tanzfläche nur wenig. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass DJ Koze alle seine musizierenden Freunde gebeten hat, ihm ein Lieblingslied zu produzieren. Ausschließlich für ihn. Und das darf bzw. vielmehr muss ein bisschen rumpeln, der Bass nicht ganz auf den Punkt produziert und vor allem nicht vorhersehbar sein. Vielleicht gefällt es ja noch jemand anderem. Tut es auch. Uns nämlich.

Sei es der melanchonische Opener einer uns bislang unbekannten Dame namens Lianne La Havas geremixt von Mathew Herbert, verlässlich schön Melodisches von Ada oder vor sich hin wabernde Electronica des bärtigen Sympathieträgers Axel Boman. Alles ganz großartig zum Hören auf langen Zugfahrten oder alleine zu Hause.

Einzig der etwas lieblos hingezimmerte HipHop von Funkstörung hätte nicht unbedingt sein müssen. Macht aber nix, Stimming macht es hundertfach wieder wett und nicht erst jetzt fragt man sich, warum der Mann nicht schon länger auf Pampa veröffentlicht. No.17 ist ein herrliches Stück Musik und lässt einen ausnahmsweise ein wenig Richtung Tanzfläche schielen. Dort nehmen Isolee und Acid Pauli den Ball behutsam auf und bringen ein bisschen Bewegung in das Ganze. Aber nur ein bisschen. Schließlich steht das Album im Regal „Listening Techno“. Und da wird zugehört, nicht getanzt.